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Bundesministerium für Gesundheit Fünf neue Lösungen für die Altenpflege

| Autor: Julia Mutzbauer

Erneut hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Innovation trifft Politik“ kreative Start-ups mit ihren Ideen und Lösungen für die digitale Gesundheitsversorgung vorgestellt. Im November sind fünf Start-ups mit dem Ziel angetreten, den Alltag in der Altenpflege zu verbessern.

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Auf der Veranstaltung „Innovation trifft Politik“ im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wurden fünf neue Lösungen , die den Alltag in der Altenpflege verbessern sollen, vorgestellt
Auf der Veranstaltung „Innovation trifft Politik“ im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wurden fünf neue Lösungen , die den Alltag in der Altenpflege verbessern sollen, vorgestellt
(© ipopba - stock.adobe.com)

Das BMG hat das Format „Innovation trifft Politik“ 2018 ins Leben gerufen, um sich mit jungen Unternehmen auszutauschen und zu zeigen, welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet. In der nun durchgeführten vierten Runde präsentierten fünf Start-ups ihre Ideen zum Thema Altenpflege.

Im Einzelnen handelte es sich dabei um folgende Projekte:

  • eine App zur sprachgesteuerte Dokumentation,
  • eine smarte Inkontinenzhosen,
  • eine Präventions-App, die Stürze verhindern soll,
  • eine Spielekonsole speziell für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und
  • ein Telenetzwerk für die Pflege.

Die Lösungen im Überblick

Der digitale Assistent für Pflegedokumentation: Mit der App von Medixflow sollen die Pflegekräfte ihre Dokumentation direkt während der Pflege per Sprachbefehl auf dem Smartphone erstellen können. Dafür sei kein flächendeckendes WLAN nötig, so der Entwickler, da sich der Sprachassistent über standardisierte Schnittstellen in bestehende Pflegedokumentationssysteme integrieren ließe. Die App soll Pflegekräfte entlasten, sodass diese mehr Zeit für die Bewohner haben. Die ersten Projekte laufen laut BMG mit der Caritas Stuttgart.

Präzisionspflege mit intelligenten Inkontinenzhosen: Die Sensorik in den Hosen von AssistMe soll Flüssigkeiten sowie Bewegungsmuster in Echtzeit erkennen und gegebenenfalls Alarm schlagen. Dadurch sollen die Pflegekräfte ihre Patienten zeitnah versorgen können. So sollen ineffiziente Arbeitsabläufe, unnötige Arbeitsbelastung und Gesundheitsrisiken vermieden werden.

Koordinierende Unterstützung durch die digitale Mobilitätsanalyse: Mit der Lösung von Lindera soll das 3D-Bild der Gangbewegung per Smartphone-Kamera analysiert werden. Seit Anfang 2018 ist das Produkt, laut Anbieter, bereits in mehr als 100 Pflegeeinrichtungen im Einsatz. Zusätzlich laufe ein Pilotprojekt in Brasilien.

Spielerische Prävention und Rehabilitation für Senioren: Mit der memoreBox sollen die Bewohner wieder Kegeln, Motorradfahren oder Tischtennis spielen können. Dabei soll die Bewegungen direkt auf den Fernseher übertragen werden, damit die Bewohner in Bewegung bleiben. Die Spiele sollen verschiedene therapeutisch-präventiv-rehabilitativ wirksame Elemente, die unter anderem aus Erkenntnissen der Geriatrie, der Neuropsychologie sowie der Physio- und Musiktherapie entwickelt wurden, integrieren. Die memoreBox wird, laut BMG, derzeit in der Charité Berlin, im Universitätsklinikum Hamburg und an der Humboldt-Universität zu Berlin getestet.

Telepflege – Das Unterstützungsnetzwerk für die Versorgung zu Hause: das Projekt „Telepflege“ soll dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenwirken. Die Bilder, Töne und Daten der Hilfskräfte und pflegenden Angehörigen sollen künftig an die Pflegekräfte weitergeleitet werden, um diese zu unterstützen.

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