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Telematikinfrastruktur Feldtest des neuen Standards KIM beginnt

| Redakteur: Manfred Klein

In 50 Arztpraxen, 16 Zahnarztpraxen, vier KZVen und einem Krankenhaus soll schon bald der neue Kommunikationsstandard KIM (Kommunikation im Medizinwesen) getestet werden. Im Rahmen des Feldtests soll unter anderem der Austausch von sicheren und signierten elektronischen Arztbriefen zwischen den verschiedenen Einrichtungen erprobt.

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Der neue Kommunikationsstandard KIM ist in der Testphase angekommen
Der neue Kommunikationsstandard KIM ist in der Testphase angekommen
(© naka – stock.adobe.com )

Es ist ein tägliches Problem, dass viele Ärzte und Praxismitarbeiter kennen: Der Arztbrief des Kollegen ist entweder nicht auffindbar oder das gefaxte Dokument ist von so schlechter Qualität, dass es nicht entziffert werden kann. Die Informationen werden jedoch gerade dringend für das Patientengespräch und die weitere Behandlung benötigt. Auf der anderen Seite müssen Formulare erst aufwendig gedruckt und dann per Brief an den weiterbehandelnden Kollegen versendet werden. Dabei sind alle benötigten Daten bereits im Arztinformationssystem hinterlegt und es ist klar, dass die Daten auch auf der Empfängerseite in digitalisierter Form benötigt werden. Die Folge ist, dass Dokumente immer wieder erfasst, gedruckt, versendet, gescannt und erneut erfasst werden müssen. Ein nicht enden wollender Kreislauf und unnötiger Arbeitsaufwand im sowieso schon dicht gepackten Praxisbetrieb. Genau hier soll künftig der neue Kommunikationsstandard KIM (Kommunikation im Medizinwesen) zu einer grundlegenden Verbesserung beitragen.

KIM soll eine barrierefreie, authentische und vertrauliche Kommunikation zwischen allen Teilnehmern der Telematikinfrastruktur (TI) ermöglichen. Nachrichten und medizinische Dokumente sollen dann über den elektronischen Heilberufsausweis oder die Praxis- bzw. Institutionskarte (SMC-B) zuerst signiert und dann über eine verschlüsselte eMail sicher ausgetauscht werden können. Die Übermittlung von elektronischen Arztbriefen soll als erste Anwendung zur Verfügung stehen. Daneben soll künftig der Versand von elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU), Heil- und Kostenplänen, weiteren Formularen, Befunden, Bescheiden, Abrechnungen oder Röntgenbildern über KIM erfolgen.

In enger Zusammenarbeit mit der KV Nordrhein sowie den KZVen Berlin, Nordrhein, Baden-Württemberg und Bayerns wird der neue Kommunikationsstandard ab sofort von Ärzten, Zahnärzten, KZVen und einem Krankenhaus getestet. Die dafür notwendigen Installationsarbeiten haben in der vergangenen Woche begonnen. Durchgeführt werden die Installationen von speziell geschulten und zertifizierten Technikern der CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM). Als erster Anbieter hat die CGM die notwendige Zulassung für die Erprobung von KIM im Rahmen des Feldtests erhalten.

„Mit KIM haben wir schon bald eine weitere Fachanwendung in der TI, die Leistungserbringer einen direkten Mehrwert bieten kann. KIM wird den Informationsaustausch aller am medizinischen Behandlungsprozess beteiligten Akteure erleichtern, beschleunigen und vor allem sicherer machen“, erwartet Dr. Eckart Pech, CGM-Vorstand des Bereichs Consumer and Health Management Information Systems. „Die Zulassung und der Beginn der Installationen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg all unseren Kunden und Partnern die neue Kommunikation im Medizinwesen bereitzustellen.“

Für die Nutzung von KIM kann jedes Arzt- oder Zahnarztinformationssystem bzw. jedes Apothekenverwaltungssystem und Krankenhausinformationssystem mit einer eMail-Funktion oder einer herkömmlichen eMail-Anwendung verwendet werden. KIM verschlüsselt und signiert die eMails automatisiert im Hintergrund. Allen Anwendern, die ein Informationssystem der CGM einsetzen, wird die Funktion nach erfolgreichem Abschluss des Feldtests über ein Update zur Verfügung gestellt.

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