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Softwareumgebung Syngo Carbon Einfacher Zugang zu klinischen Bild- und Befunddaten

Redakteur: Ira Zahorsky

Die unternehmensweise Softwareumgebung Syngo Carbon von Siemens Healthineers soll künftig den einfachen Zugang zu allen relevanten Daten sicherstellen, die im Rahmen der Bild- und Befunderstellung entstehen.

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Syngo Carbon soll künftig unternehmensweit klinische Bilder und Befunde in einer einheitlichen Lösung zusammenführen.
Syngo Carbon soll künftig unternehmensweit klinische Bilder und Befunde in einer einheitlichen Lösung zusammenführen.
(© pix4U - stock.adobe.com)

Die Daten aus verschiedenen medizinischen Abteilungen werden aus ihren Silos geholt und in eine einheitliche Umgebung integriert – einschließlich Diagnose und Befundung. So der Plan für die Software-Lösung Syngo Carbon von Siemens Healthineers, die sich derzeit in der Entwicklung befindet. Damit sollen Arbeitsabläufe vereinfacht und die Zusammenarbeit verbessert werden.

„Im klinischen Alltag befinden wir uns in einer stark fragmentierten Welt. Die Anforderung ist es jedoch, klinische Bilder und Datensätze umfassend aufzubereiten, durch KI anzureichern und den Austausch von Wissen zu gewährleisten. Viele klinische Abteilungen verwenden ihre eigenen Systeme für Bildmanagement, Archivierung und Befunderstellung. Dadurch können Befunde sehr unterschiedlich ausfallen und die Daten sind nicht immer überall verfügbar. Mit Syngo Carbon bieten wir unseren Kunden eine modulare, abteilungsübergreifende Lösung, die alle Arten von Bild- und Befunddaten patientenzentriert verwaltet und darstellt. Besonders bei Befunddaten wird auf technologische Unterstützung gesetzt. Strukturierte Daten werden automatisch erzeugt und über standardisierte Schnittstellen, wie FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources) zur Verfügung gestellt. Auch Diagnosestellungen werden durch die nahtlose Übertragung von Messungen im klinischen Bild beschleunigt und vereinfacht. Oft nur als Freitext vorliegenden Befunde stehen mit Syngo Carbon in quantifizierter Form allen Abteilungen zur Verfügung und erlauben damit die automatisierte Weiterverarbeitung, beispielsweise für die Anwendung von Therapie-Richtlinien. All das sorgt für mehr diagnostische Sicherheit, weniger Redundanz und mehr Effizienz im Klinikalltag,“ sagt Christian Zapf, Leiter Syngo bei Siemens Healthineers.

Syngo Carbon schützt bereits getätigte Investitionen, indem es existierende Technologien und Daten weiterverwendet und integriert. Zudem werden bestehende Syngo-Lösungen nahtlos integriert. Ein weiterer zentraler Punkt ist das offene Datenmodell, wodurch auch Lösungen von Drittanbietern eingebunden werden können. Die Datenmanagement- und Archivierungssysteme verschiedener Abteilungen eines Krankenhauses können so zusammengeführt und konsolidiert werden. Integrierte KI-Werkzeuge, sowie die AI-Rad-Companion-Produktfamilie sollen dabe helfen, bildbezogene Befundung effizient durchzuführen. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf medizinischen Bildern, wie bei einem herkömmlichen Picture Archiving and Communication System (PACS), sondern auf allen bildbezogenen Daten, die zur Diagnose und Entscheidungsfindung relevant sind. Beispiele dafür sind unter anderem Bilder aus der Pathologie, Endoskopie, Kardiologie, aber auch Informationen, die im Rahmen eines längeren Verlaufs erzeugt werden, wie Kamerabilder aus der Chirurgie zur Dokumentation von Wundverhältnissen.

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