Suchen

Patientenstudie Digitalisierung wird das Rollenbild des Arztes ändern

| Autor: Julia Mutzbauer

Mehr als die Hälfte der Patienten sind der Meinung, dass die Digitalisierung das Rollenbild der Ärzte verändern wird. So lautet das Ergebnis der Studie des Arzt-Patienten-Portals jameda zum Thema Digitalisierung in der Arztpraxis.

Firma zum Thema

Der persönliche Austausch zwischen Artz und Patient ist weiterhin von großer Bedeutung, so das Ergebnis einer Patientenumfrage
Der persönliche Austausch zwischen Artz und Patient ist weiterhin von großer Bedeutung, so das Ergebnis einer Patientenumfrage
(© goodluz - stock.adobe.com)

In einer Umfrage von jameda unter 1.067 Patienten gaben 64 Prozent an, dass die Digitalisierung die Rolle der Ärzte verändern wird. Vor allem sehen immer mehr Patienten in Online-Informationen eine Hilfe im Austausch mit ihren Ärzten. In der Befragung geben 77 Prozent an, dass digitale Angebote helfen, einen besseren Überblick über die eigenen Gesundheitsdaten zu haben.

Zusätzlich sind genauso viele Patienten (77 Prozent) der Meinung, dass sie ihren Arzt durch Online-Gesundheitsinformationen besser verstehen. Der Austausch in Foren und Chats sowie die Selbstüberwachung und -optimierung der eigenen Gesundheit durch Wearables und Smart Devices ermögliche es den Patienten, mit Vorwissen zur jeweiligen Behandlung zu gehen. Auf diese Weise werde die Entscheidungskompetenz der Patienten gefördert und ihre Rolle gegenüber dem Arzt gestärkt, so jameda.

„Dem Arzt wird in Zukunft immer mehr die wichtige Rolle des Gesundheitscoaches zuteil, der den Patienten durch die Fülle verschiedener Gesundheitsdaten und -informationen leitet. Denn Digitalisierung hin oder her: Der Arzt bleibt unersetzbarer Helfer für die Patienten. Das Anliegen von jameda ist es, Ärzte bei der digitalen Transformation des Kontaktes zum Patienten zu unterstützen“, erklärt Dr. Florian Weiß, Geschäftsführer von jameda.

Auch bei der Suche nach dem passenden Arzt sind viele Patienten davon überzeugt, dass digitale Angebote hilfreich sind: 77 Prozent geben an, dass sie schon einmal im Internet nach einem Arzt gesucht oder sich über einen Arzt informiert haben. Außerdem haben 61 Prozent der Patienten schon mal auf einem Arztbewertungsportal recherchiert.

Jedoch werden digitale Angebote nicht nur bei der Suche nach einem geeigneten Arzt eingesetzt. 36 Prozent der Befragten haben schon einmal das digitale Angebot einer Arztpraxis in Form der Online-Terminbuchung in Anspruch genommen. Bei diesem Thema verweist der jameda-Geschäftsführer auf die „Alles-Aus-Einer-Hand-Lösung“ des Unternehmens für den digitalen Patientenkontakt. „Unsere Mission ist es, Patienten und Ärzte online einfach und bequem zusammenzuführen, so dass beide Seiten von der digitalen Kontaktaufnahme profitieren“, so Florian Weiß.

Generell erwarten 86 Prozent der Patienten eine deutliche Zunahme der Bedeutung der Digitalisierung in den Arztpraxen. Im Vergleich zu einer früheren Studie aus dem Jahr 2015, bei der 78 Prozent der Befragten dieser Meinung waren, ist die Zahl leicht angestiegen.

Nach den Angaben von jameda ist aber – trotz zunehmender Digitalisierung und Rollenveränderung – der persönliche Austausch zwischen Arzt und Patient weiterhin von großer Bedeutung. 81 Prozent der Patienten haben deutlich mehr Vertrauen in die Diagnose eines Arztes als in die eines Algorithmus, so das Ergebnis der Studie.

(ID:46283817)

Über den Autor

 Julia Mutzbauer

Julia Mutzbauer

Redaktion, eGovernment Computing