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Digital-Workspace-Lösungen

Digitalisierung im Gesundheitssektor als Antwort auf den Fachkräftemangel?

| Autor/ Redakteur: Thomas Vetsch* / Ira Zahorsky

Viele der aktuell praktizierenden Mediziner erreichen das Rentenalter, die Nachwuchskräfte müssen lange Ausbildungen absolvieren und somit bleiben zahlreiche Stellen unbesetzt. Gleichzeitig herrscht im Pflegesektor bereits ein Mangel an ausgebildeten Kräften, der sich in Zukunft durch den demografischen Wandel noch verschärfen wird. Wie können digitale Arbeitsplätze Gesundheitseinrichtungen unterstützen?

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Filesharing old school. Die Digitalisierung soll den Datenaustausch zwischen Medizinern und Fachpersonal erleichtern.
Filesharing old school. Die Digitalisierung soll den Datenaustausch zwischen Medizinern und Fachpersonal erleichtern.
(Bild: © Chinnapong - stock.adobe.com)

Auch das Gesundheitswesen bleibt vom Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht verschont. Der Ärztemangel wird in den Medien oftmals diskutiert. So haben etwa 30 Prozent der Deutschen Probleme, einen Hausarzt zu finden. 2013 waren es nur 22 Prozent. Dies fand die Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bei ihrer jährlichen Untersuchung heraus, bei der mehr als 6.000 Versicherte in Deutschland befragt wurden. Gleichzeitig sieht sich die Pflegebranche konfrontiert mit einer stetig steigenden Nachfrage. Experten rechnen damit, dass bereits 2020 knapp drei Millionen Menschen in Deutschland dauerhaft auf Pflegeleistungen angewiesen sein werden. Aber auch hier fehlt es an Nachwuchskräften, die die frei werdenden Stellen besetzen. Die Digitalisierung bietet zahlreiche Möglichkeiten, diesen Herausforderungen zu begegnen. Ein Werkzeug hierbei können digitale Arbeitsplätze sein.

Nahtlose Workflows und umfassende Diagnosen durch Filesharing

Pflegedienste sind dazu verpflichtet, alle Arbeitsschritte lückenlos zu dokumentieren. Auch Ärzte halten die Behandlung und Diagnosen von Patienten genau fest. Die sich daraus ergebenden sensiblen Patientendaten müssen in jeder Situation zuverlässig geschützt, gleichzeitig aber flexibel zugänglich gemacht werden. Beginnen Einrichtungen, vermehrt auf digitale Lösungen zurückzugreifen, ergeben sich gesteigerte Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz.

Elementarer Bestandteil von effizienten digitalen Arbeitsplätzen im Gesundheitswesen ist eine Filesharing-Lösung, die den sicheren Austausch von Dateien ermöglicht. Hier können Informationen mit internen sowie externen Kontakten geteilt werden. Gerade im Gesundheitssektor ist dies elementar, um eine umfassende und effiziente Behandlung zu ermöglichen. Überweisungen und Untersuchungsergebnisse können hierbei genauso wie Blutdruckwerte oder andere Gesundheitsdaten in Datenbanken eingepflegt werden. Ärzte können dann nahtlos auf diese zurückgreifen, was eine schnellere Behandlung und Diagnose ermöglicht. Dies erspart Untersuchungstermine, da so Zusammenhänge verschiedener Ergebnisse schneller ersichtlich werden. Außerdem erhalten Mediziner so einen leichteren Überblick über ihre Patienten und können jedem einzelnen eine individuell angepasste Behandlung ermöglichen, auch bei zeitlich und personell begrenzten Ressourcen.

Agile, Endgerät-übergreifende Arbeitsweise durch sichere Gateways

Smartphones und Tablets sind mittlerweile Teil der digitalen Arbeitswelt im Gesundheitsbereich, meistens aber nicht in eine ganzheitliche Lösung integriert. Zusätzlich zu der On-Premise-Infrastruktur sollten Networking-Lösungen, die Anwendern außerhalb der jeweiligen Einrichtung einen sicheren Zugriff auf das interne Netzwerk ermöglichen, implementiert werden. Gateway-Lösungen ermöglichen es Ärzten und Pflegern, auch Endgerät-übergreifend auf wichtige Informationen über ihre Patienten zurückzugreifen. Durch solche Gateway-Lösungen können Nutzer von überall einen verschlüsselten Zugang zu ihrem digitalen Arbeitsplatz herstellen. Dies ermöglicht den Mitarbeitern eine agile Arbeitsweise, vereinfacht Hausbesuche und sichert gleichzeitig die sensiblen Daten, da sie nicht das geschützte On-Premise-Rechenzentrum verlassen.

Bessere Patientenversorgung durch Entlastung des Personals

Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte sind immer stärker auf digitale Technologien angewiesen. Der demografische Wandel in Deutschland und der fehlende Nachwuchs im Gesundheitssektor stellt die Branche vor Herausforderungen. Patienten sind den technologischen Neuheiten nicht abgeneigt. Es besteht jedoch Verbesserungspotenzial. So fand eine vom Marktforschungsinstitut Ipsos in Auftrag gegebene Studie heraus, dass jeder zweite Deutsche unzufrieden ist mit dem geringen digitalen Fortschritt des Gesundheitswesens. Für eine weiterhin qualitativ hochwertige Pflege und optimale Behandlung von Patienten müssen Einrichtungen digitalisiert werden, um effizientere Workflows zu schaffen. So kann die Qualität der Patientenversorgung sichergestellt und gleichzeitig das medizinische Personal im Alltag entlastet werden. Gerade um die sensiblen Daten aus dem Gesundheitswesen abzusichern, lohnt sich bei der Implementierung von Digital-Workspace-Lösungen die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Anbieter um die Vorteile der Digitalisierung umfassend nutzen zu können.

*Der Autor, Thomas Vetsch, ist Director Systems Engineering bei Citrix.

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