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Projekt INGE entwickelt Plattform für Pflegedienste Digitaler Assistent soll ambulante Pflege verbessern

| Autor: Julia Mutzbauer

In der ambulanten Pflege werden Informationen zum Pflegeverlauf oft nur auf Papier dokumentiert. Dadurch wird der Informationsaustausch zwischen einzelnen Anbietern erschwert, und eine individuelle produktive Pflegeplanung ist fast unmöglich. Deshalb soll im Projekt „INGE integrate4care“ eine digitale Serviceplattform entwickelt werden, die eine sektorübergreifende Versorgung ermöglicht.

Die Partner des INGE-Projekts
Die Partner des INGE-Projekts
(© smart-Q)

Im Projekt INGE soll bis Ende 2022 eine neue Plattform für Pflegedienste entstehen, deren Kernstück ein digitaler Assistent für die ambulante Pflegeberatung ist. „Mit dem Assistenten können Pflegekräfte die Pflegesituation strukturiert erfassen und geeignete Hilfeleistungen ermitteln. Dabei können wissenschaftlich anerkannte Assessments wie das Neue Begutachtungsassessment (NBA), aber auch individuelle Fragebögen zum Einsatz kommen“, erklärt die Bochumer smart-Q Softwaresysteme GmbH, die für Entwicklung des digitalen Assistenten verantwortlich ist.

„Das Ergebnis der Beratung ist eine Pflegeplanung, die in Form eines elektronischen Pflegeberichts anderen Mitversorgenden, etwa Angehörigen oder Hausärzten, zur Verfügung gestellt werden kann. Über eine Schnittstelle kann der elektronische Pflegebericht auch direkt in Krankenhausinformationssysteme (KIS) und Praxisverwaltungssoftware (PVS) übertragen werden“, so der Software-Entwickler weiter.

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT), ein weiterer Projektpartner, will ein selbstlernendes Frühwarnsystem zur Verfügung stellen. Der Algorithmus soll Trends in der Pflegedokumentation erkennen und so darauf aufbauend frühzeitig Präventivmaßnahmen vorschlagen. „Bevor die Arbeit an der Plattform beginnt, sind zunächst mehrere Workshops mit Fokusgruppen vorgesehen. Sie sollen gewährleisten, dass INGE mit einem möglichst hohen praktischen Nutzen konzeptioniert wird“, heißt es. Der erste Workshop in diesem Jahr findet im März statt.

Hintergrundinformationen

Das auf drei Jahre angelegte Projekt „INGE integrate4care“ wird mit rund 1,1 Millionen Euro vom Land NRW sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Hinter dem Projekt stehen die Konsortialpartner gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft e.V., smart-Q Softwaresysteme GmbH, Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) und der Hauspflegeverein Solingen e.V.

(ID:46350131)

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 Julia Mutzbauer

Julia Mutzbauer

Redaktion, eGovernment Computing