Telemedizin in Schleswig-Holstein Digitale Unterstützung für medizinische Einsatzkräfte

Von Chiara Maurer

Schleswig-Holstein will das Rettungsdienstpersonal sowie Notaufnahmen und Notfallambulanzen entlasten. In fünf Kreisen sollen Ärzte künftig per Video oder Telefon unterstützend eingreifen.

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Ärzte in einer telemedizinischen Zentrale sollen Rettungskräfte bei ihrer Arbeit durch Expertisen unterstützen
Ärzte in einer telemedizinischen Zentrale sollen Rettungskräfte bei ihrer Arbeit durch Expertisen unterstützen
(© Blue Planet Studio - stock.adobe.com)

Bereits seit mehreren Jahren arbeitet die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) an einer telemedizinischen Einsatzunterstützung, im vergangenen Jahr sprach sich auch das Gesundheitsministerium des Landes für eine digitale Ergänzung des Regelbetriebs aus. Neben dem Aufbau der notwendigen Infrastruktur durch die Einstellung von Ärzten mit telemedizinischer fach- und notärztlicher Zusatzqualifikation sollen die Einsatzkräfte zudem im Umgang mit der neuen Technik geschult werden, um den Weg für eine reibungslose Einführung des Systems zu ebnen.

Die Lösung soll Rettungskräfte bei ihrer Arbeit unterstützen, indem sie es ihnen ermöglicht, Ärzte im Notfall per Telefon, Daten- oder Videoübertragung zu konsultieren. Weiterhin sollen die Vitaldaten der Patienten mittels einer Software an die speziell ausgebildeten Telemediziner in der noch einzurichtenden Zentrale in Pinneberg übermittelt werden können.

Dies ist nicht nur bei der Verlegung von Patienten zwischen Kliniken von Nutzen, auch erhofft sich das Land, so die Zeit bis zum Eintreffen eines Notarztes zu überbrücken und die Zahl nicht-medizinisch erforderlicher Transporte zu reduzieren. Auf diese Weise soll eine optimale Nutzung der Ressourcen und eine Entlastung der Notaufnahmen und Notfallambulanzen gewährleistet werden.

Heiner Garg, Gesundheitsminister des Landes, betonte zudem, dass die Implementierung der Telemedizin nicht nur eine Entlastung der Rettungs- und Pflegekräfte bedeute, auch würde mit der Einführung des Systems zum Wohle der Patienten gehandelt werden. Telemedizin solle so künftig eine noch gezieltere Behandlung von Kranken und Verletzten ermöglichen. Nach Planung der RKiSH soll die Telemedizinzentrale ab 2023 ihren Dienst aufnehmen.

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