Covid-19 Action Tracking entlastet Gesundheitsämter Digitale Lösung sichert Corona-Kontaktverfolgung

Autor: Julia Mutzbauer

Die steigenden Corona-Infektionszahlen führen dazu, dass viele Gesundheitsämter am Limit arbeiten. Dadurch steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Infektionsketten nicht mehr nachverfolgt werden können. Damit ist eines der wenigen Instrumente der Pandemiebekämpfung stumpf. Um das zu verhindern, setzt der Rhein-Neckar-Kreis auf eine digitale Lösung, die vom deutschen Software-Anbieter Deskcenter AG entwickelt wurde.

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Mithilfe des Covid-19 Action Tracking können Gesundheitsämter die Kontakte zur Corona-Nachverfolgung automatisiert zuordnen
Mithilfe des Covid-19 Action Tracking können Gesundheitsämter die Kontakte zur Corona-Nachverfolgung automatisiert zuordnen
(© Deskcenter AG)

Mit dem Ziel, die Kontaktverfolgung von Covid-19-Infizierten sicherzustellen, hat sich die Gesundheitsbehörde dazu entschieden, das Deskcenter Covid-19 Action Tracking (DCAT) einzusetzen. „Die technische Basis unserer Lösung ist ein einfach zu bedienendes Ticketsystem“, erklärt Deskcenter-CEO Holger Maul.

„Die DCAT kann in Abhängigkeit bereits vorhandener Fachanwendungen von den Gesundheitsämtern binnen weniger Tage in Betrieb genommen werden und die Behörden somit personell spürbar entlasten. Durch die automatisierte korrekte Zuordnung der Kontakte ist die fehlerfreie Nachverfolgung sichergestellt, was im Ergebnis zu einem zuverlässigen Überblick in Echtzeit und schneller Reaktionsfähigkeit führt, die im Einzelfall lebensrettend sein kann“, ergänzt Maul.

Das Hauptproblem bei der Kontaktverfolgung besteht für die Gesundheitsämter darin, dass infizierte Personen auf individuelle und damit sehr unterschiedliche Weise die relevanten Daten melden. Manche nutzen das Telefon, andere schicken Excel-Tabellen, und wieder andere versenden handschriftliche Listen per Post.

„Wir haben also auf der einen Seite eine Vielzahl verschiedenster nicht normierter Dateneingänge und auf der anderen Seite die Mitarbeiter der Behörde, die sich tagtäglich durch diesen ganzen Wust kämpfen müssen: Daten erfassen, Kontakte zuordnen, etwaige Infektionsketten ermitteln, nachtelefonieren. Das ist eine fast schon übermenschliche Leistung, die da abverlangt und erbracht wird“, fasst Michael Kolb zusammen.

Der Senior Pre-Sales Consultant von Deskcenter steht als DCAT-Projektmanager im unmittelbaren Kontakt mit den Gesundheitsbehörden und hat diese schwierige Situation schon in all ihren Ausprägungen erlebt, heißt es dazu beim Software-Hersteller. „Und genau dort, wo menschliche Fehler nahezu unvermeidlich sind, setzt unsere Lösung an. Mittels automatisierter Digitalisierungsprozesse unterstützen wir die Behörden in Administration und Dokumentation, bauen ein wirkungsvolles Informationsketten-Clustering auf, gewährleisten die Sicherheit der Daten und versetzen die Gesundheitsämter wieder in die Lage, ihren eigenen Anspruch bedienen zu können: nämlich souverän, schnell und bürgernah zu handeln“, so Kolb.

Die logische Folge aus der so erreichten frühen und konsequenten Nachverfolgung der Kontakte sei schließlich, Fallzahlen so weit zu senken, dass eine Überlastung der Behörden gar nicht erst eintritt.

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Redaktion, eGovernment Computing