Patientenerlebnis verbessern Die Vorteile KI-gesteuerter Netzwerke im Gesundheitswesen

Autor / Redakteur: David Simon* / Ira Zahorsky

IT-Netzwerke in Gesundheitsorganisationen müssen sich anpassen, um neue Anwendungen und Technologien adäquat zu unterstützen. Künstliche Intelligenz (KI) kann der IT-Abteilung viel Arbeit abnehmen.

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Der Einsatz Künstlicher Intelligenz in IT-Netzwerken kann u.a. das Patientenerlebnis verbessern.
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz in IT-Netzwerken kann u.a. das Patientenerlebnis verbessern.
(Bild: © Blue Planet Studio - stock.adobe.com)

Das Netzwerk ist das Herzstück der modernen Gesundheitsversorgung. Dies hat sich während der Covid-19-Pandemie deutlich gezeigt: Vermehrte stationäre Aufnahmen und Fernkonsultationen nahmen das Netzwerk stark in Anspruch. Da physische Termine aufgrund von Beschränkungen nur begrenzt möglich waren, stiegen die virtuellen Konsultationen sprunghaft an und forcierten die Einführung von Anwendungen wie Telemedizin und Fernüberwachung.

Gesundheitsorganisationen nutzten vermehrt das Internet der Dinge (IoT), um sowohl geschäftliche als auch klinische Prozesse zu analysieren. So boten sie automatisierte Fernkonsultationen mit Hilfe von Chatbots für Patienten in Quarantäne an. Zusätzlich informierten sie sich über die Möglichkeiten zum Einsatz fortschrittlicher Analytik und künstlicher Intelligenz (KI), um die Diagnose von Krankheiten und die Behandlung von Patienten zu unterstützen.

Leistungsstarke IT-Netzwerke benötigt

Gesundheitsdienstleister haben erkannt, dass ihre traditionelle Legacy-Infrastruktur in vielen Fällen nicht mit diesen neuen Anforderungen mithalten kann. Ihre bestehenden Netzwerke sind weder robust noch zuverlässig genug, um die neuen Anwendungen und Technologien zu unterstützen – ein „ausreichend gutes“ Netzwerk ist nicht mehr gut genug. Gesundheitsdienstleister benötigen die Unterstützung durch leistungsstarke IT-Netzwerke, um ihre Prioritäten und Ziele sicher und effizient zu erreichen.

Ein ausreichend gutes Netzwerk ist nicht mehr gut genug.

Dies treibt die Modernisierung der IT-Infrastruktur in ganz Europa voran. Die digital unterstützte Remote-Versorgung wird – befeuert durch die Pandemie – bis 2023 ein 70-prozentiges Wachstum der Ausgaben für vernetzte Gesundheitstechnologien bei Anbietern und Life-Science-Unternehmen verzeichnen.

Die Anforderungen der Gesundheitsdienstleister beschränken sich jedoch nicht nur auf die Bandbreite, sondern auch auf Flexibilität, Agilität, Sicherheit und Kostenmanagement. Sie wollen in der Lage sein, unterschiedliche Nachfragen vorherzusagen und sich langfristig an sie zu anpassen. Die Infrastruktur muss klinische Arbeitsabläufe und die Patientenerfahrung unterstützen, aber gleichzeitig auch die Einhaltung von Vorschriften und die Sicherheit von Patientendaten gewährleisten.

Experience-First-Netzwerke und neue Einblicke

Es ist wichtig, dass Gesundheitsorganisationen verstehen, dass sowohl die Patientenerfahrung als auch die des klinischen Personals an erster Stelle steht. Dazu müssen sie das Netzwerk als eine strategische Komponente der Organisation und nicht nur als eine Quelle für Kosteneffizienz ansehen, denn das moderne, erfahrungsgesteuerte Netzwerk ermöglicht positive Kundenresultate und bietet die Vorhersagbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit, die sie benötigen.

Die Einführung von Hybrid- und Multicloud-Modellen definiert die Parameter des Gesundheitswesens neu und unterstreicht die sichere Vernetzung, die zur Unterstützung dieser Umgebungen erforderlich ist. Anbieter suchen entscheiden sich immer häufiger für cloudbasierte Netzwerke, die betriebliche Effizienz, Personalmanagement und patientendatenspezifische Lösungen, einschließlich EHR, medizinische Bildgebung und Informationsaustausch unterstützen.

Ein intelligentes, KI-basiertes Netzwerk bietet Einblicke in die Benutzer- und Geräteerfahrung und in die Infrastruktur, die so bislang noch nicht möglich waren. Darüber hinaus überwacht es Geräte und Systeme proaktiv und behebt mögliche Probleme, noch bevor sie auftreten. So ist die IT-Abteilung beispielsweise in der Lage, einen Alarm auszulösen, wenn Konnektivitätsprobleme dazu führen, dass die Service Level Expectation (SLE) sinkt. Dazu werden zeitintensive, sich wiederholende manuelle Prozesse, wie der Umgang mit Konfigurationsproblemen, automatisiert.

Das Netzwerk als strategische Ressource des Gesundheitswesens

Das Netzwerk ist ein fester Bestandteil des Gesundheitswesens der Zukunft. Es ermöglicht intelligente und kollaborative Arbeitsmodelle, ein besseres Patientenerlebnis sowie eine höhere Effizienz und Ausfallsicherheit durch Automatisierung und Sicherheit.

Das Netzwerk ist ein strategisches Asset bei der Priorisierung des Patientenerlebnisses und der Patienteneinbindung. Ein KI-gesteuerter, erlebnisorientierter Ansatz für die Vernetzung stellt sicher, dass die Anbieter für die digitale Beschleunigung und exzellente Patientenversorgung sowie fortlaufende Innovationen bestens vorbereitet sind.

*Der Autor, David Simon, ist Consulting Engineer und technischer Lead der Mist-AI-Produkte bei Juniper Networks.

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