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Unternehmen, Behörden und Gesundheitswesen Die häufigsten Datenschutzverletzungen

Autor: Susanne Ehneß

Seit Anfang 2019 sind rund 1.000 Meldungen über Datenpannen beim baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten eingegangen. Die Themen reichen von Vorfällen mit Verschlüsselungstrojanern (Ransomware) bis hin zum Fehlversand von Arztberichten. Als Folge mussten teils saftige Bußgelder bezahlt werden.

Häufig werden Röntgenbilder oder Patientenberichte an die falschen Empfänger geschickt
Häufig werden Röntgenbilder oder Patientenberichte an die falschen Empfänger geschickt
(© merydolla - stock.adobe.com)

Seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) werden Datenschutzpannen vermehrt gemeldet. Wie das Staatsministerium Baden-Württemberg erklärt, habe sich die Zahl solcher Meldungen seit Mai 2018 verzehnfacht. Zwar sei diese starke Zunahme auf die Meldepflicht im Rahmen der DSGVO zurückzuführen, doch stehe „hinter einer solchen Meldung zumeist eine Nachlässigkeit oder ein Organisationsverschulden“.

Besonders die hohe Zahl von Datenpannen in Arztpraxen bereiten dem Datenschutzbeauftragten Dr. Stefan Brink Sorge: „Gerade im medizinischen Bereich werden extrem sensible und schützenswerte personenbezogene Daten verarbeitet. Daher ist es hier besonders wichtig, dass mit diesen Daten sorgfältig und korrekt umgegangen wird. Technische und organisatorische Maßnahmen wie Datensicherung, Verschlüsselung, Schulung und Sensibilisierung der MitarbeiterInnen sind – wie in allen Bereichen, in denen mit personenbezogenen Daten umgegangen wird – ein unbedingtes Muss!“ Bei einer Datenpanne mit Gesundheitsdaten seien neben der Meldung an den LfDI auch die Betroffenen selbst zu benachrichtigen.