eRezept-Rollout Die 30.000 sind geknackt

Von Natalie Ziebolz

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Mitte Juli wurden über 30.000 eRezepte erfolgreich abgerechnet und damit der nächste Meilenstein in der Testphase erreicht. Im September startet nun der flächendeckende Rollout der digitalen Verschreibung.

Insgesamt sind mittlerweile 33.506 eRezepte erfolgreich von den Krankenkassen abgerechnet worden
Insgesamt sind mittlerweile 33.506 eRezepte erfolgreich von den Krankenkassen abgerechnet worden
(© Syda Productions – stock.adobe.com )

Noch vor der Zeit – Ziel war Ende August – wurde ein zentrales Qualitätskriterium der eRezept-Testphase erreicht. Wie die Gematik mitteilte, wurden mittlerweile insgesamt 33.506 elektronische Rezepte von den Krankenkassen abgerechnet – ohne dass es zu Retaxierungen aufgrund von technischen Fehlern kam. „Die aktuellen Zahlen zeigen: Die Dynamik bei der Nutzung des eRezepts steigt weiter an“, erklärt Gematik-CEO, Dr. Markus Leyck Dieken. „Immer mehr Praxen und Apotheken nutzen das eRezept und zeigen damit: es funktioniert.“ Auch Dr. Susanne Ozegowski ist optimistisch: „Dieser Meilenstein ebnet den Weg, damit die erste Stufe zur verbindlichen Einführung des eRezepts ab September starten kann“, erklärte die Leiterin der Abteilung „Digitalisierung und Innovation“ des Gesundheitsministeriums.

So geht es weiter

Der flächendeckende Rollout startet am 1. September in Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe. In beiden Regionen soll das eRezept zunächst in Pilot-Praxen und -Krankenhäusern etabliert werden und nach drei Monaten im gesamten Gebiet verpflichtend werden – vorausgesetzt die erste Stufe des Rollouts gilt als erfolgreich abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt beginnt dann auch der Rollout in sechs weiteren Bundesländern, der Rest folgt 2023. „Über die Regionen hatten sich Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Deutscher Apothekerverband (DAV) und deren regionale Leistungserbringerorganisationen bereits abgestimmt. Weitere entsprechende Abstimmungen erfolgen mit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK)“, so die Gematik.

Förderprogramm für das eRezept

Um dem eRezept zu einem erfolgreichen Start zu verhelfen, hat der Verein „E-Rezept-Enthusiasten“ nun auch ein Förderprogramm ins Leben gerufen. Sobald (Zahn-)Ärzte in zwei unterschiedlichen Kalenderwochen im Jahr 2022 mindestens 100 eRezepte ausgestellt beziehungsweise Apotheken 100 der digitalen Verschreibungen eingelöst haben, können sie eine Förderung von 3.000 beziehungsweise 1.500 Euro beantragen. Sie verpflichten sich dann jedoch auch, an der wissenschaftlichen Begleitstudie der Ostbayrischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden teilzunehmen. Dabei sollen anhand von Interviews und Fragebögen mögliche Stolpersteine in der täglichen Handhabung des digitalen Rezepts ermittelt werden. „Die Erkenntnisse werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt“, versichert der Verein.

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