Axway-Studie Datenaustausch? Ja, bitte!

Von Natalie Ziebolz

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Auch wenn es die aktuellen Nutzungszahlen der elektronischen Patientenakte noch nicht zeigen, die Deutschen stehen dem Datenaustausch zwischen Leistungserbringern durchaus positiv gegenüber – zumindest wenn der Datenschutz gewährleistet ist. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Axway.

Sicherheit und Kontrolle der Daten sind für die Deutschen beim Datenaustausch im Gesundheitswesen von zentraler Bedeutung
Sicherheit und Kontrolle der Daten sind für die Deutschen beim Datenaustausch im Gesundheitswesen von zentraler Bedeutung
(© ra2 studio – stock.adobe.com )

516.735 Menschen in Deutschland nutzen laut TI-Dashboard aktuell bereits die elektronische Patientenakte (ePA). Nicht viel angesichts von 73 Millionen Versicherten. Als Begründung für die Skepsis gegenüber der Telemedizin wird immer wieder der Datenschutz genannt – und auch eine neue Umfrage von Axway scheint dies zu bestätigen: 51 Prozent der Befragten äußerten die Sorge, dass ihre Gesundheitsdaten nicht vor Hackern sicher sein könnten. Nur 22 Prozent waren gegenteiliger Auffassung.

(© Axway )

So negativ wie es im ersten Moment klingt, stellt sich Situation allerdings gar nicht dar: 74 Prozent der Befragten sprachen sich schließlich dafür aus, dass die Leistungserbringer Patientendaten untereinander austauschen. Darüber hinaus sind 54 Prozent der Meinung, aktuell „nicht ausreichend Zugriff auf ihre Patientenakten sowie Laborergebnisse oder bildgebende Untersuchungsverfahren“ zu haben. Weitere 27 Prozent hätten gerne mehr Einblicke als sie bisher haben – ein positives Signal für die elektronische Patientenakte. Dennoch, der Datenschutz ist und bleibt wichtig. Daher wünscht sich der Großteil der Befragen (72 Prozent) auch mehr Kontrolle darüber, wer auf die Daten in der ePA zugreifen darf.

Bessere Behandlung dank Datenweitergabe

Geht es nach den Studienteilnehmern (65 Prozent), wäre auch der aktuelle Behandlungsstand für medizinische Einrichtungen immer zugänglich. Dafür sprechen mehrere Gründe:

  • Missverständnisse und menschliche Fehler reduzieren (29 Prozent)
  • Kein wiederholtes Ausfüllen von Formularen (23 Prozent)
  • Verbesserte Behandlungen (21 Prozent)
  • Mehr Bequemlichkeit (26 Prozent)

Damit sie keine Patientenerfassungsbögen mehr ausfüllen müssen, wären 23 Prozent der Befragten sogar vorbehaltlos dazu bereit, ihre Patientendaten zentral online oder in einer Anwendung zu hinterlegen. Weitere 39 Prozent fänden dies zudem in Ordnung, wenn die Datensicherheit gewährleistet ist. Bei 20 Prozent der Befragten überwiegen allerdings die Sicherheitsbedenken.

Datenhoheit nicht an private Anbieter verlieren

(© Axway )

„Patienten in Deutschland bewegen sich in einem Spannungsfeld aus dem gewohnten Komfort digitaler Services, Datensicherheit und Kontrolle", fast Yves Lajouanie, SVP und General Manager EMEA bei Axway, die Ergebnisse zusammen und warnt gleichzeitig: „Das Stimmungsbild der Umfrage spiegelt auch einen internationalen Trend im Markt für telemedizinische Anwendungen wider: Big Tech- und Big Retail-Akteure wie beispielsweise Amazon versuchen derzeit durch das Akquirieren medizinischer Services die komfortable Erfahrung, die ihre Kunden von ihnen gewöhnt sind, auf den Gesundheits- und medizinischen Bereich auszudehnen und sie weiter an ihre Plattformen zu binden. Das Gesundheitswesen läuft Gefahr, die Datenhoheit an private Anbieter zu verlieren. Für Gesundheitseinrichtungen ist es daher wichtig, ihre digitalen Ökosysteme so zu gestalten, dass sie die Übertragung von Patientendaten in und den Empfang aus anderen Systemen und Anwendungen einfach gemäß allgemein gültiger Sicherheitsstandards vollziehen können. Auf diese Weise kann es ihnen gelingen, ihren Patienten einen Mehrwert und eine erfüllende digitale Serviceerfahrung zu bieten.“

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