Case Study Daten-Backup im Pharma-Bereich

Autor Ira Zahorsky

Backup-Systeme müssen bei Unternehmen der Medizinbranche mehr Anforderungen als in anderen Bereichen erfüllen. Es gilt nicht nur, besonders sensible Daten zu schützen, sondern auch die Vorgaben der European Medicines Agency (EMA) einzuhalten.

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Der Anbieter von veterinärpharmazeutischen Produkten, bela-pharm, hat eine neue Backup-Lösung gefunden.
Der Anbieter von veterinärpharmazeutischen Produkten, bela-pharm, hat eine neue Backup-Lösung gefunden.
(Bild: bela-pharm)

Die Grundaufgabe eines Backups ist es, regelmäßig und schnell Daten zu speichern, um diese bei einem Systemausfall möglichst vollständig wiederherzustellen. Im Pharma-Bereich geht es um besonders sensible Daten aus Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Zudem müssen bei der Sicherung die strengen Vorgaben der EMA für internationale Zielmärkte eingehalten werden. Dies beinhaltet, dass sämtliche Informationen jederzeit und langfristig zur Prüfung bereitgehalten werden müssen.

Modernes Speichersystem

Bei dem veterinärmedizinischen Unternehmen bela-pharm waren die Ressourcen des bisherigen Speichersystems ausgereizt und nicht mehr auf dem Stand moderner Lösungen. Ein Upgrade war nicht wirtschaftlich. Die Firma aus Vechta entschied sich für eine Lösung von StorageCraft. Das Modell OneXafe 4417 ist eine konvergierte Objektdatenplattform, die Datensicherung der Enterprise-Klasse mit Scale-out-Speicherung in einer einfach zu konfigurierenden Lösung vereint. Das System kann mit bis zu 17 Disks (SATA und SAS) auf bis zu 170 Terabyte (netto) aufgerüstet werden. Weitere Features sind:

  • ein einheitliches Lifecycle-Management für die Datensicherung inklusive SLA-basiertem, richtliniengesteuertem Schutz und Management;
  • eine vollständige Business Continuity mit integrierter DRaaS-Option;
  • richtliniengesteuertes Datenschutzmanagement;
  • Cloud-Services und
  • Cloud-Backup.

Snapshots schützen vor Datenverlust

Auch Ransomware-Attacken gehen inzwischen gezielt auf Backups und zerstören oder verschlüsseln diese. Um die Daten zu schützen, eignet sich eine Kombination aus Objektspeicher und der Snapshot-Technologie. OneXafe erstellt regelmäßig Snapshots, beispielsweise in 90-Sekunden-Intervallen. Im Falle eines erfolgreichen Angriffs wäre der Datenverlust maximal auf diese 90 Sekunden begrenzt, denn Ransomware kann nur aktive Elemente verschlüsseln. Die durch Snapshots gesicherten Elemente bleiben geschützt.

Freiheit bei der Festplattenwahl

Bei den OneXafe-Speichersystemen muss der Anwender nicht auf speziell codierte und damit meist unverhältnismäßig teure Festplatten des Systemherstellers zurückgreifen. StorageCraft verfolgt das „Bring your own Drive“-Prinzip, bei dem der Anwender anhand einer Kompatibilitätsliste unter vielen Disk-Herstellern und -Modellen auswählen und diese sogar selbst besorgen kann.

Die Einrichtung der Hardware und die Konfiguration der Software erfolgten über die laut Herstellerangaben intuitive Administrationsoberfläche. Während der Installation wurden dem IT-Team direkt die benötigten Funktionen erläutert, sodass keine weitere Schulung nötig war. Durch Deduplizierung und Kompression wurde ein Reduktionsfaktor von 1:15 erreicht. Dieser Wert wirkt sich auf die Effizienz und Wirtschaftlichkeit aus: Es wird weniger Budget für Speicherplatz benötigt und zudem werden die Stromkosten, der Platzbedarf und die Kosten für die Kühlung im Rechenzentrum gesenkt.

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