Telematikinfrastruktur Das eRezept kommt nicht

Von Susanne Ehneß

Im Endspurt ausgebremst: Das Bundesgesundheitsministerium hat die geplante Einführung des elektronischen Rezepts zum 1.1.2022 offenbar abgesagt. Die Testphase wird verlängert.

Das Papier-Rezept bleibt Arztpraxen, Apotheken und Patienten länger erhalten als gedacht
Das Papier-Rezept bleibt Arztpraxen, Apotheken und Patienten länger erhalten als gedacht
(© stock.adobe.com)

Das elektronische Rezept (eRezept) startet nun doch nicht zum 1. Januar 2022. Laut Medienberichten will das Bundesgesundheitsministerium (BMG) stattdessen die Testphase ausweiten. Die Voraussetzungen für eine sichere, flächendeckende Einführung seien noch nicht gegeben.

In den vergangenen Monaten wurde vonseiten der Leistungserbringer immer wieder die Bitte um Aufschub laut, auch von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die eine Verlängerung der Testphase bis mindestens 1. Juli forderte. Grund: Die Ergebnisse der Testphase seien nicht aussagekräftig. Weder die Anzahl der teilnehmenden Systeme in den Arzt-, Zahnarztpraxen und Apotheken noch die Anzahl der teilnehmenden Krankenkassen seien im Test erreicht worden. Und ein Krankenhaus sei bisher überhaupt nicht beteiligt gewesen.

Die KBV hatte bereits einen Notfallplan in der Tasche. Arztpraxen, die technisch noch nicht in der Lage gewesen wären, Rezepte elektronisch auszustellen, hätten diese bis 30.6. noch in Papierform an die Patienten übergeben können.

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