Digitale Gesundheitsversorgung DAK-Gesundheit bietet App zur Bluthochdruckversorgung an

Von Chiara Maurer

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass Bluthochdruck für die Hälfte aller Schlaganfälle verantwortlich ist. Umso wichtiger ist es, die Erkrankung richtig zu behandeln und seinen Lebensstil anzupassen. Zu diesem Zweck hat die DAK-Gesundheit nun die „liebria“-App entwickelt. Diese soll Bluthochdruckpatienten helfen, richtig mit der Diagnose umzugehen und zu einem gesunden Lebenswandel beitragen.

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Die App "liebra" soll an Bluthochdruck erkrankten Menschen helfen, ihr leben entsprechend der Diagnose anzupassen
Die App "liebra" soll an Bluthochdruck erkrankten Menschen helfen, ihr leben entsprechend der Diagnose anzupassen
(© Microgen – stock.adobe.com)

Bluthochdruck, die sogenannte Hypertonie, ruft meist keine direkten Beschwerden hervor und ist laut WHO doch die „größte globale Gesundheitsgefahr“. Um schwerwiegende Folgeerkrankungen wie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu verhindern, müssen Patienten Medikamente nehmen und zudem meist ihren Lebensstil ändern. Die DAK-Gesundheit möchte betroffenen Versicherungsnehmern nun durch die App „liebria“ dabei helfen.

Da in neun von zehn Fällen die Ursache für Bluthochdruck nicht genetisch veranlagt, sondern die Folge eines ungesunden Lebensstils ist, sollen therapeutische Übungen in den Bereichen Entspannung, Ernährung, Bewegung und Schlaf helfen, ihr Leben innerhalb von sechs Monaten entsprechend anzupassen. Weiterhin können in regelmäßigen Abständen Fragebögen durch die Nutzer ausgefüllt werden, um das eigene Verhalten im Laufe der Zeit beurteilen zu können. Ziel der Anwendung ist es, den Medikamentenbedarf der Patienten zu senken und Folgeerkrankungen vorzubeugen, jedoch kann sie nur als Ergänzung zu einer bestehenden ärztlichen Behandlung genutzt werden, nicht aber als eigenständige Therapie.

Die kostenlose App befindet sich momentan noch in einer Pilotphase, soll aber ab dem 1. April allen an einer Hypertonie erkrankten DAK-Versicherten als Download für ihr Smartphone, Tablet oder den Computer zur Verfügung stehen. Kunden, die nicht zwischen 18 und 70 Jahren sind und Schwangere können die Anwendung nicht nutzen. Auch Patienten mit schweren Vorerkrankungen sind von der Nutzung ausgeschlossen.

Entwickelt wurde der digitale Online-Coach von der Hamburger Entwicklungsfirma „GAIA“, die zudem parallel eine Begleitstudie zur App durchführt um so einen medizinischen Nutzen nachweisen können. Dieser Nachweis wird benötigt, da am Ende der Pilotphase die Zulassung als verschreibungsfähige Digitale Gesundheitsanwendung stehen soll.

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