Elektronische Gesundheitskarte Confidential Computing soll Patientendaten schützen

Autor: Julia Mutzbauer

Einer aktuellen Entscheidung des Bundessozialgerichts zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zufolge haben Patienten keinen Anspruch auf einen Versicherungsnachweis in Papierform. Das Risiko eines Datenangriffs bleibt also bestehen. Doch wie können diese Daten geschützt werden?

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Die Daten der elektronischen Gesundheitskarte können durch die Sealed Cloud geschützt werden
Die Daten der elektronischen Gesundheitskarte können durch die Sealed Cloud geschützt werden
(© Stockfotos-MG – stock.adobe.com)

Der Cloud-Anbieter Uniscon empfiehlt Versicherten alle Karten mit NFC-Chip in einer RFID-Sicherheitshülle aufzubewahren, um sie gegen Fremdzugriffe zu schützen. Die Krankenversicherungen hingegen sollten die Daten ihrer Kunden in einem sicheren Cloud-Speicher aufbewahren. „Die Daten sollten stets verschlüsselt gespeichert und übertragen werden, um kriminelle Bestrebungen sowie Datenlecks im Keim zu ersticken“, betont der IT-Dienstleister.

Doch um Daten verarbeiten zu können, müssen diese zuvor entschlüsselt werden. Dadurch könnten sie manipuliert und entwendet werden. „Dies ist eine technische Notwendigkeit, die zwar nicht umgangen, aber mit besonderen Schutzmaßnahmen abgesichert werden kann“, so der Cloud-Anbieter.

Diesen besonderen Schutz biete die Sealed Cloud, indem sie die Daten zur Verarbeitung auf versiegelte Server überträgt. Diese Server befinden sich in physischen Käfigen und sind während der gesamten Dauer der Datenverarbeitung nahezu vollständig von der Außenwelt abgekapselt. „Durch diesen Confidential-Computing-Ansatz kann ein unberechtigter Zugriff auf die unverschlüsselten Daten zuverlässig verhindert werden“, erklärt das Cloud-Unternehmen.

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Redaktion, eGovernment Computing