Digitalisierung von Klinikprozessen Charité setzt auf Low-Code-Plattform

Autor: Julia Mutzbauer

Die Berliner Charité will die Digitalisierung im klinischen und universitären Betrieb vorantreiben. Dabei soll die Low-Code-Plattform von Neptune Software zum Einsatz kommen, um die Entwicklung individueller SAP basierter Anwendungen zu ermöglichen.

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Die Berliner Charité digitalisiert ihre Prozesse
Die Berliner Charité digitalisiert ihre Prozesse
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Neben den klassischen Unternehmensprozessen wie dem Antrags- und Personalwesen oder der Lagerlogistik, kommen im stark regulierten klinischen Umfeld eine Vielzahl von papierbasierten Dokumentationen und Freigabeprozessen hinzu. Die Charité will nun ihre Prozesse digitalisieren, um den klinischen und universitären Betrieb zu optimieren. Die Ablösung aller Papierprozesse soll dabei schrittweise erfolgen. Dadurch soll eine agile Projektvorgehensweise ermöglicht werden, bei der die Anforderungen laufend geprüft werden und in der Umsetzungsphase nachjustiert werden kann.

Strategie

„Erste Ergebnisse werden schnell sichtbar und die Anwender werden sukzessive an die neue digitale Arbeitsweise herangeführt, ohne diese zu überfordern“, heißt es. Übergeordnetes Ziel ist es, die Entwicklung individueller SAP-basierter Anwendungen in einer harmonisierten Strategie zu vereinheitlichen. Dazu setzt die Klinik auf einen Low-Code-Ansatz, um die Standard-SAP-Anwendungen nutzerfreundlich zu gestalten.

„Aufgrund der breiten Präsenz von SAP-Standard-Software in Kliniken bildet unsere Entwicklungsplattform das ideale Werkzeug, um das komplexe und wenig userfreundliche SAP-System dem gesamten Personal zugänglich zu machen, und das mit dem gewohnten ‚Look&Feel‘ gängiger Anwendungen auf beliebigen Endgeräten“, so Jan Böcking, Senior Sales Manager bei Neptune Software.

„Mammutaufgabe“

Insbesondere das Arbeiten mit mobilen Endgeräten steht im Vordergrund, aber auch der komfortable Zugriff der Nutzer über den klassischen PC. So können zum Beispiel die Freigabe und Unterschrift von Arztbriefen, die revisionssichere Abarbeitung von Checklisten und die Erstellung eines zentralen Mitarbeiterportals digital abgewickelt werden. Im ersten Schritt ist die Entwicklung von SAP-Fiori-Apps für das Personalwesen (SAP HCM), das SAP for Healthcare (IS-H), das KIS i.s.h.med von Cerner und das Student Lifecycle Management geplant.

„Die geschäftsübergreifende Umsetzung unserer Digitalisierungs-Roadmap ist für uns eine Mammutaufgabe, die uns über die nächsten Jahre begleiten wird. Mit der Auswahl der Neptune DX Platform, als zentrale Entwicklungsplattform zur Digitalisierung, haben wir den Grundstein gelegt und das richtige Werkzeug gefunden, um diese Aufgabe mit unserem internen Software-Entwicklungsteam und unseren Partnern zu lösen”, so Martina Traub, Abteilungsleitung für Klinische Verfahren im Geschäftsbereich IT der Charité.

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Redaktion, eGovernment Computing