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gematik als zentrales Kompetenzzentrum bvitg fordert bundesweit einheitliche Vorgaben für die Notfallversorgung

| Redakteur: Ira Zahorsky

Das Bundesgesundheitsministerium will mit einer Reform der Notfallversorgung alle beteiligten Akteure über die Telematikinfrastruktur (TI) besser digital vernetzen. Der bvitg begrüßt den Ansatz, sieht aber eine einheitliche Struktur und Vorgaben zur Erhebung und Übermittlung von Notfalldaten als Voraussetzung.

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Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg
Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg
(Bild: bvitg)

Bei medizinischen Notfällen kann es mitunter lebensentscheidend sein, ob und wie schnell behandlungsrelevante Daten übermittelt und zur Verfügung gestellt werden können. Geht es nach dem Bundesgesundheitsministerium, soll die TI die Vernetzung künftig verbessern. Bisher existieren keine bundesweit strukturierten Vorgaben für eine Notfall-Information und -Dokumentation (NID), da das Rettungswesen in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Bundesländer fällt. Speziell im Bereich Vernetzung müsste darüber hinaus geregelt werden, wie die einzelnen Akteure an die Telematikinfrastruktur angebunden werden sollen, fordert der bvitg. „Entscheidend sind klar zugeordnete Kompetenzen und Zuständigkeiten“, betont Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg. „Hierfür kommt in unseren Augen nur die gematik in ihrer Rolle als zentrales Kompetenzzentrum für das digitale Gesundheitswesen infrage. Sie sollte entweder federführend oder koordinierend die Projekte vorantreiben, um die Funktionalität und Interoperabilität zu gewährleisten.“

Auch eine kleinteilige Aufgabenzuordnung bei der Vernetzung im Gesundheitswesen sieht der bvitg kritisch. Bei der Vielzahl an Institutionen, die derzeit digitale Anwendungen und Vorgaben entwickelt, sei selten gewährleistet, dass Lösungen zueinander kompatibel sind. Dadurch seien Systeme schwieriger zu entwickeln und die Anforderungen der Anwenderinnen und Anwender stünden meist nicht im Mittelpunkt. „Wir plädieren für einen ganzheitlichen Ansatz und technische Vorgaben aus einem Guss. Die gematik sollte als zentrale Stelle der digitalen Vernetzung gestärkt werden und Spezifikationen erstellen, die für eine vernetzte Versorgung relevant sind. Bei der Entwicklung ist es ratsam, die inhaltlich zuständigen öffentlichen Stellen und die Industrie zu beteiligen. Die Einführung des Arztinformationssystems (AIS), das Verfahren zur Krebsfrüherkennung sowie zur Dialyse sind einige Beispiele, wo ein koordinierter Ansatz wertvoll gewesen wäre“, so Zilch.

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