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Umfangreiche Modernisierung der digitalen Infrastruktur geplant

Bundeswehr digitalisiert Sanitätsdienst

| Autor/ Redakteur: jm / Manfred Klein

Bei einer Konferenz am 3. Juli trafen sich zum Thema: „Digitale Kompetenz und Konvergenz bei Bundeswehr und Bund“ Vertreter von BWI, Bund, Bundeswehr und Industrie. Dabei wurde unter anderem das Programm für die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, eines der aktuellen Leuchtturmprojekte des Verteidigungsministeriums vorgestellt.

Über die umfangreichen Digitalisierungsmaßnahmen bei der Bundeswehr wurde auff dem Kongress intensiv diskutiert
Über die umfangreichen Digitalisierungsmaßnahmen bei der Bundeswehr wurde auff dem Kongress intensiv diskutiert
( © BWI )

Ziel des Programmes ist, bisher anzutreffende Einzellösungen im Sanitätsdienst abzulösen und eine ganzheitliche Enterprise-Architektur zu etablieren. Entscheiden dabei ist die bisherigen analogen und manuellen Abläufe durch eine komplette digitale Vernetzung des Gesundheitswesens zu ersetzen. Vor allem der Aufbau einer zentralen Informationsdrehscheibe für die Datenhaltung zählt dazu.

„Künftig ist sogar vorstellbar, dass wir den Sanitätsdienst von Aufgaben entlasten und neben der HERCULES-IT auch die Medizin-IT betreiben“, so BWI-Programmleiter Dr. Michael Trampert.

Ein weiterer Punkt der zur Digitalisierung der Bundeswehr zählt, ist das Dokumentenmanagementsystem, das den gesamten Lebenszyklus von Dokumenten abbildet. Laut Michael Morton vom IT-und Business-Consulting-Unternehmen CGI werden 190.000 Nutzer der Bundeswehr mit dem neuen Dokumentenmanagementsystem DokMBw arbeiten.

Zum Thema IT-Konsolidierung des Bundes äußerte Frank Leidenberger, Chief Strategy Officer der BWI, dass die Herausforderung in der besonderen Sicherheitsanforderungen einer Plattform für die IT-Konsolidierung besteht. Ein weiteres Problem sei dass es keine Governance-Struktur gebe, sondern ein Ressortprinzip. „Aus unserer Sicht müsste es aber für die IT-K Bund eine Art HERKULES-Projekt-light geben“, laut Leidenberger. Auch eine Einbeziehung der Industriepartner anstatt Einzelverträge mit Ressorts sei wichtig. Die BWI könne hierbei von den Erfahrungen des HERCULES-Projektes profitieren. Auch für die Bundeswehr bestehe ein Vorteil durch die neuen Erkenntnisse bei der IT-Konsolidierung. Eine wichtige Rolle für die Umsetzung spiele auch die Reichweite der Verträge. Diese sollten einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren abdecken.

Laut Martin Kaloudis, Chief Executive Officer der BWI sei die BWI Digitalisierungspartner der Bundeswehr. Consulting, Digitale Programme und Innovationen seien die wichtigsten Handlungsfelder. Um marktgerechte Innovationen in die Bundeswehr zu bringen seien zukünftig stabile Systeme, die auch der digitalen Transformation standhalten erforderlich. „Ein wesentlicher Erfolgsfaktor da bei ist, dass die BWI mutiger wird.“ Generalmajor Dr. Michael Färber merkte an, dass eine gute Plattform eine wichtige Voraussetzung sei die Digitalisierung voranzubringen. Ein wichtiger Punkt sei auch neben der Digitalisierung die Modernisierung nicht zu vergessen. Das Ziel sei langfristig ein einziges IT-System in der Bundeswehr zu etablieren.

Zum Thema IT-Konsolidierung des Bundes präsentierte der Leiter der BWI Consulting Marco Metzlaff das neue Krisenvorsorgeinformtationssystem Bund (KVInfoSysBund), an dessen Neuentwicklung die BWI beteiligt ist. Das mobil nutzbare und jederzeit verfügbare System ermöglicht deutschen Staatsangehörigen im Ausland die Anbindung an deutsche Auslandsvertretungen. Dabei stehen neue ressortübergreifenden Kommunikationswege und -werkzeuge im Vordergrund. Laut Julian Klein, Leiter der Service Unit Wirkplace bei der BWI solle mit dem Bundesclient ein System entwickelt werden, dass neben der IT-Sicherheit wirtschaftlich, innovationsfähig, und zukunftssicher ist.

Eine Studie zur Digitalisierung in der Öffentlichen Verwaltung, den „Branchen Kompass Public Service“ stellte Ulf Glöckner von Sopra vor. Die Studie stützt sich auf persönliche Befragungen von Entscheidern. Das Ergebnis zeigte, dass im Ranking der wichtigsten Herausforderungen die Digitalisierungsthemen bei den öffentlichen Verwaltungen Deutschlands an oberster Stelle stehen.

Fazit: Das Thema Digitalisierung und Modernisierung bei der Bundeswehr und Bund hat eine hohe Priorität bei den Entscheidern.

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