Förderprogramm Booster für das elektronische Rezept

Von Susanne Ehneß

3.000 Euro für Ärzte und 1.500 Euro für Apotheker: Der Verein „E-Rezept-Enthusiasten“ hat ein Förderprogramm gestartet, um dem elektronischen Rezept zum schnelleren Durchbruch zu verhelfen.

Jetzt gibt es Prämien für das eRezept
Jetzt gibt es Prämien für das eRezept
(© avarand - stock.adobe.com )

Finanzielle Anreize sollen dem elektronischen Rezept (eRezept) zu mehr Beliebtheit bei Ärzten und Apothekern verhelfen. Dazu hat der erst kürzlich gegründete Verein „E-Rezept-Enthusiasten“ ein Förderprogramm aufgelegt.

Ziel dieses Programms sei es laut Verein, in den nächsten Wochen möglichst viele Erkenntnisse von Seiten der Arztpraxen, Apotheken und Patienten zu gewinnen, um dem eRezept zu einem reibungslosen Einsatz ab 1. September zu verhelfen.

Parallel werde es eine wissenschaftliche Begleitstudie der Ostbayerischen Technische Hochschule Amberg-Weiden geben, um mögliche Stolpersteine in der täglichen Umsetzung zu evaluieren, auszuwerten und beseitigen zu können. „Die Erkenntnisse werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt“, versichert der Verein.

In dieser Testphase des eRezepts lobt der Verein für teilnehmende Praxen und Apotheken eine Prämie aus. Der Verein gibt dabei folgende Bedingungen für Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Apotheken vor:

  • Bedingung ist, dass sie innerhalb eines festgelegten Zeitraums eine bestimmte Anzahl an „echten“ eRezepten im Sinne des § 334 Abs 1 Nr. 6 SGB V ausstellen bzw. einlösen. Für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte gilt: Wenn sie in zwei unterschiedlichen Kalenderwochen im Jahr 2022 mindestens 100 eRezepte pro Woche ausgestellt haben, können sie eine Förderung in Höhe von 3.000 Euro beantragen. Apotheker können sich um 1.500 Euro brutto Förderung bewerben, wenn sie in zwei unterschiedlichen Wochen jeweils mindestens 100 elektronische Verordnungen eingelöst haben.
  • Die Teilnahme an der wissenschaftlichen Begleitstudie ist verpflichtend. Dabei geben die Teilnehmer Feedback zu Struktur, Ablauf, Kommunikation und Technik in Form von Interviews und Fragebögen. Ermittelt wird auch die Akzeptanz und der Informationsbedarf der Patienten.

Wie der Verein erläutert, sollen die Förderanträge in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet und geprüft werden. Die Förderungen würden flächendeckend nach einem Bundesländer-Schlüssel verteilt ausgezahlt, bis zum Ausschöpfen der Fördersumme. Sofern alle Kriterien erfüllt seien, zahle der Verein innerhalb von drei Wochen die Fördersumme aus.

„Wir brauchen jetzt Ärzt:innen und Apotheker:innen, die vorangehen und das E-Rezept in der Praxis einsetzen. Mit unserem Förderprogramm wollen wir motivieren und möglichst viele digitale Pioniere gewinnen“, sagt Apotheker Ralf König, 1. Vorsitzender der E-Rezept-Enthusiasten.

E-Rezept-Enthusiasten

Der am 10. Mai 2022 in Berlin gegründete Verein der E-Rezept-Enthusiasten will die Einführung des elektronischen Rezepts in Deutschland vorantreiben. Übergeordnetes Ziel ist es, die Digitalisierung im Gesundheitswesen in Deutschland zu unterstützen und die medizinische Versorgung der Patienten zu verbessern. Zu den Mitgliedern gehören Vertreter aus Ärzteschaft, Apothekenwesen, Digital-, IT- und Medienunternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen.

Zur Website www.erezept-enthusiasten.de

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