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Monitoring, digitale Pflege, Robotik, KI und Big Data

Bayern fördert eHealth-Projekte

| Autor: Susanne Ehneß

Das Land Bayern fördert Projekte aus den Bereichen Lifesciences, Medizintechnik und digitale Gesundheit. Bis 9. August können entsprechende Initiativen eingereicht werden.

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Auch Projekte im Bereich der ambulanten (und/oder stationären) Pflege können sich bewerben
Auch Projekte im Bereich der ambulanten (und/oder stationären) Pflege können sich bewerben
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Das Bayerische Staatministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) hat die „Förderinitiative Bayern Digital – Zukunftsinitiative Digitale Medizin III/19“ ins Leben gerufen. Bis zu fünf Forschung-, Entwicklungs- oder Innovationsvorhaben aus den Bereichen Lifesciences, Medizintechnik und digitale Gesundheit sollen über einen Zeitraum von zwei Jahren mit insgesamt zwei Millionen Euro unterstützt werden.

Inhaltliche Schwerpunkte

Der thematische Schwerpunkt der Projekte soll auf folgenden Themenbereichen liegen:

Pflege/Reha/Prävention/AAL/Telemonitoring: Projekte im Bereich der ambulanten und/oder stationären (Alten-) Pflege:

  • Digitale sensor- und robotikgestützte Assistenten und/oder Monitoringsysteme für die Versorgung, Pflege, Prävention und Reha.
  • Digitale Pflege/Homemonitoring/AAL zur besseren Versorgung von zuhause lebenden Menschen und um zu ermöglichen, dass diese länger im eigenen Wohnumfeld leben können.
  • Homemonitoring zur Früherkennung und Therapieunterstützung chronischer Erkrankungen.

Diagnostik/Big Data/Künstliche Intelligenz:

  • KI-gestützte Diagnose- und Dokumentationsunterstützung in Klinik und ambulanter Versorgung (Clinical Decision-Support-Systeme).
  • KI-gestütztes Leistungsmanagement.
  • KI/Big Data in der Bilderzeugung und -auswertung.
  • Predictive Modelling/Big-Data-Analytik zur Früherkennung und zur Auswahl optimaler Therapieoptionen.
  • Nutzung und Verknüpfung von Registerdatenbanken zu Erlangung neuer Erkenntnisse in der medizinischen Versorgung.

Die Ausschreibung richtet sich an Verbünde, die über das Potential verfügen, das Erforschte auch in den Verkehr bringen zu können. Die Einbeziehung und Beteiligung von Leistungserbringern des Gesundheits- und Pflegebereichs (Krankenhäuser, Apotheken, Ärzte) in die Konsortien ist laut Ministerium explizit gewünscht.

Zweistufiges Verfahren

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.

In der ersten Stufe werden durch den Koordinator des jeweiligen Verbundes Projektskizzen per eMail bei Herrn Sebastian Hilke (sebastian.hilke@medical-valley-emn.de) bis spätestens 09.08.2019, 12 Uhr eingereicht. Die Projektskizzen sollen auch Aussagen zur Auswirkung auf die Gesundheits- oder Pflegeversorgung enthalten.

Danach werden die Skizzen von einem laut Ministerium unabhängigen und zur Vertraulichkeit verpflichteten Gutachtergremium bewertet. Die Bewertung soll bei einer Anhörung Ende September aufgrund der Kurzpräsentationen zu den geplanten Vorhaben erfolgen.

Kriterien für die Begutachtung sind

  • die Innovationshöhe,
  • das Kommerzialisierungspotential,
  • die Kompetenz des Projektkonsortiums (Aufteilung)
  • der Beitrag zur Strategie und/oder Schwerpunktsetzung und
  • die Auswirkung auf die Gesundheitsversorgung.

„Die Gewichtung der Gliederungspunkte kann bedarfsgerecht angepasst werden, solange die Gesamtseitenzahl von 10 nicht überschritten wird“, heißt es dazu. Bei der Bearbeitung sollen auch der Innovationscharakter und die Marktabschätzung herausgearbeitet werden.

Wenn möglich, soll außerdem dargestellt werden, inwieweit eine Kompatibilität mit der Telematikinfrastruktur des Bundes angestrebt und umgesetzt werden soll.

In der zweiten Stufe findet im Falle einer Förderempfehlung eine Antragsberatung statt. Innerhalb von sechs Wochen müssen alle Partner eines Verbundes dann einen formalen Förderantrag einreichen.

Um einen empfohlenen Projektstart zum 1. April 2020 gewährleisten zu können, muss dem Projektträger Bayern mindestens zwei Monate zuvor ein „schriftlicher und prüffähiger Antrag aller Projektpartner“ vorliegen. Diese müssen sowohl elektronisch als auch mit rechtsverbindlicher Signatur auf postalischem Weg eingereicht werden.

Im Anschluss an das Projektende schließt sich eine dreijährige Verwertungsphase an, in der der Zuwendungsempfänger verpflichtet ist, jährlich über die Ergebnisse der Verwertung zu berichten.

Ziel

Ziel der Förderinitiative ist es laut StMWi, „Unternehmen und Einrichtungen eine Spitzenposition im Innovationswettbewerb zu sichern, um Wachstum und Beschäftigung in Bayern sowie den Gesundheits- und Medizinstandort Bayern langfristig zu erhalten und auszubauen“. Im Healthcare-Bereich kämen Schlüsseltechnologien zum Einsatz, „die Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit bieten können“. Der Einsatz von Schlüsseltechnologien stelle die Grundlage für eine wachstums- und technologieorientierte Wirtschaft in Bayern dar. Kompetenz und Effizienz im bayerischen und deutschen Gesundheitswesen sollen damit gesteigert werden.

Ansprechpartner:

Sebastian Hilke

sebastian.hilke@medical-valley-emn.de

sebastian.hilke@zd-b.de

Tel. 09131/91617-56.

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