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Organisierte Krebsfrüherkennung Aussetzung der Dokumentationsverpflichtung

Redakteur: Ira Zahorsky

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, die Dokumentationsverpflichtung für die neu organisierten Krebsfrüherkennungsprogramme für Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs vorläufig auszusetzen und macht die Software-Hersteller dafür verantwortlich. Der bvitg wehrt sich.

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Die Software-Hersteller warten auf technische Vorgaben, um die Dokumentationslösungen sauber umsetzen zu können, so der bvitg.
Die Software-Hersteller warten auf technische Vorgaben, um die Dokumentationslösungen sauber umsetzen zu können, so der bvitg.
(© Tiko - stock.adobe.com)

Die Umstellung der Dokumentation, die als Grundlage für eine Evaluation und Qualitätserfassung für die organisierte Krebsfrüherkennung dienen soll, war ursprünglich für Januar 2020 geplant. In einer am 5. Dezember veröffentlichten Mitteilung macht die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die Softwarehersteller für die Aussetzung des Verfahrens verantwortlich. Begründet wird dies mit der Aussage, dass es „nicht allen Softwareherstellern gelingen wird, zum Starttermin der Programme die nötige Dokumentationssoftware anzubieten“.

Technische Vorgaben fehlen

Hierzu stellt der bvitg Folgendes fest: Die am 5. Dezember erfolgte vorläufige Aussetzung des Verfahrens liegt im Fehlen einer umsetzbaren technischen Vorgabe zur Umsetzung durch die Softwarehersteller begründet. Bislang liege jedoch weder eine umsetzbare Version der entsprechenden Spezifikation vor noch existiere eine funktionsfähige Datenannahmestelle. Die Softwarehersteller seien zu diesem Thema seit Wochen in Gesprächen mit den beteiligten Akteuren und warten auf die Vorgaben, um ihre Produkte anpassen zu können. Im aktuellen Fall zeige sich zum wiederholten Mal das Defizit der KBV hinsichtlich der Entwicklung markttauglicher technischer Vorgaben für Software und mangelnde Kooperationsbereitschaft. Die mehrdeutig formulierte KBV-Mitteilung zum Thema führe zur Verunsicherung von Ärzten, löse bei Herstellern von Software Irritation aus und bedarf einer Korrektur.

Im Interesse einer erfolgreichen Dokumentationsumstellung einer qualitativ hochwertigen Krebsfrüherkennung sollte die fachliche Lösung und eine saubere Kommunikation im Mittelpunkt stellen. Die Industrie setze sich für eine zeitnahe Umsetzung der neuen Dokumentationsvorgaben ein und werde nach Veröffentlichung der Spezifikation die Vorgaben verantwortungsvoll umsetzen.

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