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Corona-Pandemie App soll Arbeitsabläufe effizienter gestalten

| Autor: Julia Mutzbauer

Die Berliner Universitätsmedizin und die gemeinnützige Potsdamer Organisation Data4Life haben eine Corona-App entwickelt, um möglichst vielen Menschen beim Umgang mit Covid-19 zu helfen und die Arbeit für das medizinische Personal zu erleichtern. Die digitale Anwendung besteht aus einem Online-Test, der Anhaltspunkte dafür geben soll, wie wahrscheinlich es ist, sich mit dem Virus angesteckt zu haben und ob eine Kontrolle beim Arzt notwendig ist.

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Die CovApp soll Patienten und medizinisches Personal im Kampf gegen das Coronavirus unterstüzten
Die CovApp soll Patienten und medizinisches Personal im Kampf gegen das Coronavirus unterstüzten
(© Data4Life)

Mit der CovApp können die Anwender von zu Hause einen Fragebogen durchlaufen, der ihnen bei der Entscheidung helfen soll, ob sie sich zu einer Untersuchungsstelle für Menschen mit Corona-Verdacht begeben sollten. Nach den Angaben von Data4Life ist der Fragebogen anonym und wird direkt auf dem Endgerät der Nutzer bearbeitet und gespeichert. Zudem kann die App das Arztgespräch unterstützen und dazu beitragen, die Wartezeit vor Ort für jeden Einzelnen zu verkürzen. Dazu können die Antworten aus dem Fragebogen per QR-Code direkt an das Krankenhaus übermittelt werden. Die Übermittlung relevanter medizinischer Informationen steigert die Effizienz vor Ort und ermöglicht es somit, dass mehr Menschen täglich in der Ambulanz getestet und versorgt werden, erklärt Data4Life.

Der Entwickler Dr. Alexander Thieme, Facharzt an der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Charité Campus Virchow-Klinikum: „Um der Corona-Pandemie erfolgreich begegnen zu können, benötigen wir Maßnahmen, die sich mit höherer Geschwindigkeit umsetzen lassen, als sich das Virus in der Bevölkerung ausbreitet. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit stehen moderne Informationstechnologien bereit, mit denen wir den Menschen in dieser Lage helfen können.“

Thieme fügt hinzu: „Mit der Veröffentlichung des Quellcodes als Open Source wird dieser offen und für jedermann frei zugänglich. Dadurch können Softwareingenieure weltweit auf unseren Ideen aufbauen und zu einer schnelleren Weiterentwicklung beitragen, wodurch ich mir eine Maximierung des gesellschaftlichen Nutzens der CovApp erhoffe.“

Christian Weiß, CEO von Data4Life zu diesem Schritt: „Wir sind glücklich darüber, dass wir gemeinsam mit der Charité mit der CovApp vielen Menschen helfen können. Mit der Offenlegung des Quellcodes wollen wir so viele Gesundheitsversorger wie möglich in der Corona-Krise stärken und dazu beitragen, die Gesundheitssysteme zu entlasten.“

Der Quellcode steht ab sofort unter der freien MIT-Lizenz für interessierte Entwickler bereit.

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Über den Autor

 Julia Mutzbauer

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Redaktion, eGovernment Computing