Best Practice: AOK Nordost AOK Nordost optimiert das Input-Management

Ein Gastbeitrag von Dr. Tobias Vesper

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Die AOK Nordost arbeitet mit IBM zusammen, um das Input-Management zu digitalisieren. Dank eines hybriden Cloud-Ansatzes sollen Kosten gesenkt und die Skalierbarkeit verbessert werden. Zukunfts- und Innovationssicherheit stehen bei dem auf zehn Jahre angelegten Projekt im Fokus.

Alle Prozesse und Daten will der AOK-Verbund in die Cloud bringen: Input-Management in der IBM Cloud ist ein Teil der Lösung.
Alle Prozesse und Daten will der AOK-Verbund in die Cloud bringen: Input-Management in der IBM Cloud ist ein Teil der Lösung.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Als größte gesetzliche Krankenversicherung im Nordosten Deutschland mit rund 1,73 Millionen Versicherten sieht sich die AOK täglich mit einer Vielzahl von Dokumenten konfrontiert. Per Post, Mail oder über Onlineformulare schicken Versicherte der AOK Nordost relevante Informationen. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Adressänderungen, Patientenfragebögen oder Arztrechnungen sind nur einige Beispiele von Daten, die verarbeitet und den zuständigen Abteilungen zur Verfügung gestellt werden müssen.

Die COVID-19-Pandemie erhöhte nochmal zusätzlich den Druck zur Digitalisierung. Die AOK Nordost hat sich deshalb Ende 2021 entschieden, das Input-Management und somit kritische Workloads in die IBM Cloud nach Frankfurt zu verlagern. Damit zahlt sie auf die Strategie des gesamten AOK-Verbundes ein, alle Prozesse und Daten in die Cloud zu migrieren. Im Nachgang werden den weiteren AOK Krankenkassen die Erfahrungswerte zur Verfügung gestellt, so dass auch sie bei Interesse die Thematik angehen können.

Auf der Suche nach einer langfristigen Lösung

Die Gründe für den Einstieg in die Cloud waren vielfältig: Die Krankenkasse profitiert von Skalierungs- und Innovationsvorteilen der Cloud sowie der Flexibilität bezüglich des Verbrauchs der Rechenleistung und einer stabilen Infrastruktur. Die AOK Nordost war auf der Suche nach einer Cloud, die auch künftig immer dem neuesten technologischen Stand entspricht und bei der das Input-Management langfristig verarbeitet werden kann, ohne dass die Krankenkasse selbst eingreifen muss.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Entscheidung war zudem, dass die Cloud-Lösung stetig weiterentwickelt wird und dabei neue gesetzliche Forderungen berücksichtigt werden. Ein offener Hybrid-Cloud-Ansatz ermöglicht es, Anwendungen in der Rechenumgebung zu verwalten und zu betreiben, die aus ihrer Sicht dem Geschäftszweck am besten entspricht, einschließlich der eigenen On-Premises-Infrastruktur.

Sascha Porbadnik, CIO der AOK Nordost, erklärt: „Für uns ist es sehr wichtig, die Prozesse der Krankenkasse weiterzuentwickeln und zu digitalisieren, um so den Service für unsere Kunden stetig zu verbessern. Dazu arbeiten wir vertrauensvoll mit IBM zusammen. Die Cloud-Technologien von IBM in Kombination mit der tiefen Branchenexpertise und den Umsetzungskompetenzen von IBM Consulting ermöglichen eine schnelle Digitalisierung.“

„Durch die Verlagerung ihres Input-Management Systems in die IBM Cloud kann die AOK Nordost die Vorteile der Cloud in Bezug auf Skalierung und Modernisierung nutzen und gleichzeitig einen besseren Kundenservice bieten“, ergänzt Christian Grimm, Executive Partner, IBM Consulting. „Wir sind stolz darauf, unseren führenden Hybrid Cloud-Ansatz, unsere hohen Sicherheitsstandards und unsere Expertise im Bereich Open Innovation einzusetzen, um die digitale Transformation des Unternehmens zu beschleunigen.“

Hybrider Ansatz ohne Anbieterbindung

Zusätzlich ist die gewählte Cloud-Lösung extrem flexibel. Der hybride Ansatz erlaubt es der Krankenkasse, selbst zu wählen, welche Daten wo gespeichert werden sollen. Ohne Vendor-Lock-In ist auch ein Umzug in eine andere Cloud – egal ob Private oder Public – jederzeit innerhalb kürzester Zeit umsetzbar. Dadurch wird der AOK Nordost die nötige Flexibilität geboten, die geschäftskritischen Daten, wenn nötig zurück ins Unternehmen zu holen und in die Cloud eines anderen Anbieters zu migrieren.

Ein weiterer Vorteil, den die Krankenkasse nun nutzen kann, ist der Ausgleich von Volumenschwankungen. Wenn an einem Tag besonders viele Dokumente von Versicherten an die AOK Nordost herangetragen werden, kann die benötigte Rechenpower über die Cloud flexibel zur Verfügung gestellt werden. Anders als bei der Nutzung interner Server wird so sichergestellt, dass Sachbearbeiter alle nötigen Informationen immer gleich schnell in ihren Systemen vorfinden. Eventuelle Schwankungen und längere Wartezeiten durch fehlende Serverkapazitäten werden vermieden.

Intelligente, digitalisierte Prozesse

Angefangen im August 2021 ist das Projekt ein Dreivierteljahr später in der finalen Testphase. Die gewählte Lösung soll für zehn Jahre in der IBM Cloud betrieben und weiterentwickelt werden. Dabei bauen die AOK Nordost und IBM auf ihrer erfolgreichen langjährigen Zusammenarbeit auf. Bereits seit 2015 ist das Thema Input-Management bei den beiden Unternehmen prominent.

Das Cloud-Projekt basiert auf den Ergebnissen, die die AOK Nordost seit 2015 gemeinsam mit IBM Consulting erarbeitet hat, um alle Prozesse des Input-Managements zu digitalisieren und zu automatisieren.

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Dr. Tobias Vester, IBM Consulting.
Dr. Tobias Vester, IBM Consulting.
(Bild: Heidi Scherm/IBM )

Dokumente und Datensätze, die digital oder per Post bei der AOK Nordost eintreffen, werden mit modernen KI-Technologien gelesen und über digitalisierte Prozesse bearbeitet. Zugleich werden Aufwand und Fehleranfälligkeit minimiert. Innerhalb der letzten fünf Jahre ist es der AOK Nordost durch diesen Digitalisierungsschritt gelungen, die Kosten zu senken und die Reaktionszeit für die Kunden zu verkürzen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei unserem Schwesterportal Cloudcomputing-Insider.

* Der Autor Dr. Tobias Vesper ist Associate Partner bei IBM Consulting.

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