eHealth-Studie Angebot an Telemedizin nimmt zu

Autor Ann-Marie Struck

Keine langen Wartezeiten im Wartezimmer und schnellere Befunde: die Vorteile von telemedizinischen Angeboten sind vielfältig. Vor allem durch die Corona-Pandemie erfreut sich das Angebot zunehmender Beliebtheit.

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Den Arzt per Videokonferenz konsultieren. Immer mehr Patienten nutzen telemedizinische Angebote.
Den Arzt per Videokonferenz konsultieren. Immer mehr Patienten nutzen telemedizinische Angebote.
(Bild: Andrey Popov-stock.adobe.com)

Blutergebnisse per Telefon abfragen war schon vor der Pandemie bei vielen Hausärzten und Kliniken möglich. Eine Diagnose per Videocall zu bekommen, hat sich jedoch erst jetzt in vielen Arztpraxen durchgesetzt. Und telemedizinische Dienste finden bei den Nutzern regen Anklagen, wie eine Studie von Applause unter 5.000 weltweiten Teilnehmern zeigt.

Demnach haben schon 46 Prozent der Befragten mindestens einmal telemedizinische Dienste in Anspruch genommen. Davon nutzen 84 Prozent das digitale Angebot, um Personenkontakte während der Covid-19-Pandemie zu vermeiden.

Technischer Fortschritt als Wegweiser

„Wir stellen immer wieder fest, dass sehr gute digitale Erlebnisse das Hauptunterscheidungsmerkmal für Marken in allen Branchen sind, und das Gesundheitswesen bildet da keine Ausnahme", sagte Luke Damian, SVP of Go-to-Market Strategy bei Applause. „Telemedizin entwickelt sich schnell von einem Nice-to-have zu einem Must-have-Service. Gesundheitsdienstleister müssen nicht nur telemedizinische Dienste anbieten, sondern auch sicherstellen, dass die Nutzung einfach, intuitiv und angenehm ist.“

Die Telemedizin an sich ist zwar nicht neu, aber die Fortschritte bei Videokonferenz-Apps, die Verfügbarkeit von Smartphones und der Breitbandzugang ermöglichen, haben immer mehr Anwendungsfälle. So planen 63 Prozent der Umfrageteilnehmer auch künftig mehr telemedizinische Dienste zu nutzen. Darüber hinaus gaben 77 Prozent der Befragten an, dass sie Telemedizin gern nutzen. Jedoch beklagten 48 Prozent, dass sie nicht alles über den Telemedizin-Dienst erledigen konnten.

Weltweiter Vergleich

Während die Telemedizin weltweit auf dem Vormarsch ist, hinken die Befragten in der EMEA-Region bei der Nutzung solcher Dienste hinter anderen zurück. Etwa die Hälfte der Befragten in Nord-, Mittel- und Südamerika (5 %1) und in der APAC-Region (49 %) hat bereits telemedizinische Dienste in Anspruch genommen. In der EMEA-Region sind jedoch nur 37 Prozent.

Das größte Hindernis für die Einführung von Telemedizin in allen Regionen ist laut der Umfrage der Zugang und die Verfügbarkeit. Von den 54 Prozent der Befragten, die noch keine telemedizinischen Angebote genutzt haben, gaben 46 Prozent an, dass ihnen diese Option nicht zur Verfügung steht. 39 Prozent ziehen hingegen ein persönliches Gespräch mit dem Arzt es vor. 8 Prozent der Befragte mussten in der letzten Zeit keinen Arzt konsultieren.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal IT-Business.

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