Weichgewebematrix 3D-Rekonstruktion nach Brustkrebs-OP

Autor: Ira Zahorsky

Als ob eine Krebserkrankung an sich nicht schon schlimm genug wäre, ist eine Brustkrebserkrankung für die betroffenen Frauen doppelt belastend. Um die Rekonstruktion zu verbessern, forschen 3D Systems und Collplant an einer 3D-biogedruckten Weichgewebematrix.

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Eine 3D-gedruckte Weichgewebematrix soll die Rekonstruktion bei Brustkrebspatientinnen verbessern.
Eine 3D-gedruckte Weichgewebematrix soll die Rekonstruktion bei Brustkrebspatientinnen verbessern.
(Bild: 3D Systems)

3D Systems, Anbieter von Lösungen für die digitale Fertigung, und Collplant, ein Unternehmen für regenerative und ästhetische Medizin, wollen gemeinsam eine regenerative, 3D-biogedruckte Weichgewebematrix für Brustrekonstruktionsverfahren entwickeln. Diese soll zusammen mit einem Implantat verwendet werden, das dadurch besser abgedeckt werden soll. Zudem soll der untere Teil der Brust besser gestützt werden.

Das 3D-Verfahren soll dabei die Anatomie der Patientin berücksichtigen sowie die erforderlichen physikalischen und mechanischen Eigenschaften erfüllen. Gleichzeitig soll die Weichgewebematrix die Zellinfiltration und -proliferation fördern, indem Formeln für Biotinte auf Basis von rhCollagen verwendet werden, die die Geweberegeneration fördern. Matrizen pflanzlichen Ursprungs und der identischen Übereinstimmung mit natürlichem menschlichem Kollagen sollen unerwünschte Immunreaktionen minimieren.

Brustkrebs-Behandlung

Laut der Weltgesundheitsorganisation wurden im Jahr 2020 weltweit 2,3 Millionen Frauen mit Brustkrebs diagnostiziert. Bei der großen Mehrzahl der Patientinnen musste das Brustgewebe teilweise oder vollständig entfernt werden. Die Überlebenswahrscheinlichkeit liegt bei 90 Prozent oder mehr aufgrund hocheffizienter Behandlungen, wodurch die Bereitstellung verbesserter Optionen für die Rekonstruktion zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bei der Mehrheit der Rekonstruktionsverfahren der Brust kommen weiche Gewebematten, die aus menschlichen oder tierischen Kadavern gewonnen wurden, zum Einsatz. Diese Quellen unterliegen jedoch Versorgungsengpässen und veränderlicher Qualität. Außerdem sind Immunreaktionen möglich, welche die Heilung behindern.

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 Ira Zahorsky

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Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS