Regenerative Medizin 3D-Druck von Lungengerüsten

Redakteur: Ira Zahorsky

Die Entwicklung neuer Druckerhardware, Software und Biomaterialien hat die Grundlage für eine beschleunigte Vermarktung des Bioprinting geschaffen. Dies soll sowohl schwerkranken Patienten Erleichterung bringen, als auch die Arzneimittelentwicklung beschleunigen.

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Lungengerüst aus dem 3D-Drucker
Lungengerüst aus dem 3D-Drucker
(Bild: 3D Systems)

Durch die Zusammenarbeit mit United Therapeutics Corporation und der Tochtergesellschaft des Unternehmens, Lung Biotechnology PBC, die sich auf die Herstellung und Transplantation von Organen spezialisiert hat, konnte der 3D-Druck-Anbieter 3D Systems seine Entwicklung in der regenerativen Medizin und im Bioprinting ausbauen. So entwarf das Unternehmen im vergangenen Jahr eine Plattformlösung für die additive Fertigung von Lungengerüsten. Der Bioprinter fertigt diese vollständig mit Blutgefäßen versorgten Strukturen in Originalgröße schnell und mit mikroskopischer Genauigkeit aus rhCollagen an.

Der neu entwickelte Vorgang Print to Perfusion soll den 3D-Druck von hochauflösenden Gerüsten ermöglichen, die mit lebenden Zellen perfundiert werden können, um Gewebe zu erzeugen. „Während sich in den vergangenen Jahren Bioprinting und regenerative Medizin weiterentwickelt haben, gab es einen wachsenden Bedarf, Zellen zur Fertigung komplexer Gewebe in eine hochauflösende Matrix einzubringen“, so Chuck Hull, Mitgründer, Executive Vice President und CTO bei 3D Systems. „Der beste Weg dorthin ist der präzise 3D-Druck mit Hydrogel, gefolgt von der Perfusion von Zellen in das gedruckte Gerüst.“

Der schnelle Druck dieser großen, mit Blutgefäßen ausgestatteten und hochdetaillierten Hydrogelgerüste kann neue Möglichkeiten für eine Reihe von Gewebeanwendungen eröffnen. 3D Systems erweitert daher die Hochgeschwindigkeitstechnologie Figure 4 um Funktionen speziell für Bioprinting und regenerative Medizin. Laut dem Unternehmen haben diese Eigenschaften auch das Potenzial, neuartige Labortestmethoden zur Beschleunigung der Arzneimittelentwicklung und gleichzeitiger Reduzierung von Tierversuchen zu ermöglichen.

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